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Bewertungskriterien |
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Die Bonitierung, d.h. die Bewertung, der angemeldeten Flächen erfolgt auf Basis von ökologischen und futterbaulichen Kriterien sowie eines Erfassungsschlüssels. In der Beurteilung werden die futterbaulichen und die ökologischen Kriterien gleich gewichtet. Die Bonitierung dient der Vorauswahl der besten Flächen für die Jurybegehung. Die Jury entscheidet über die Preisvergabe.
Die einzelnen Kriterien und Bewertungen werden im Folgenden vorgestellt:
Ökologische Kriterien Als ökologische Kriterien werden die Artenvielfalt und ein zusätzlicher ökologischer Wert, der sich auf die Ausprägung des Vegetationstyps bezieht, berücksichtigt.
Artenvielfalt Die Artenvielfalt einer Fläche wird anhand des 28 Kennarten umfassenden Kataloges zur Förderung von artenreichem Grünland (MEKA B4) erfasst.
Ökologischer Wert Der ökologische Wert gibt die Vollständigkeit der Vegetationsausbildung sowie die faunistische Attraktivität wieder. Je nach Ausbildungstyp der Fläche werden hier die Wertstufen von 1 (artenreich, aber untypisch ausgeprägter Bestand) bis 5 (Optimalzustand mit typischen Arten und einer auch faunistisch interessanten Struktur) vergeben.
Futterbauliche Kriterien Als futterbauliche Kriterien werden ein ausgewogenes Gräser-/Kräuterverhältnis, ein guter Narbenschluss und ein Fehlen /geringer Anteil von Ampfer und Giftpflanzen gewertet. Als ergänzende Informationen, aber nicht bewertet werden die Wüchsigkeit bzw. der Futterertrag der Flächen.
Ausgewogenes Gräser-/Kräuterverhältnis - Nutzungselastizität
Die Nutzungselastizität wird über die relativen Ertragsanteile (EA) von krautigen Pflanzen inklusive Leguminosen am Gesamt-Mengenertrag des Bestandes geschätzt: Dazu wird eine fünfstufige Skala verwendet (optimal krautige Pflanzen und Leguminosen zusammen 50-60 % EA).
Narbenschluss:
Der Narbenschluss wird nach dem Gesamtdeckungsgrad geschätzt und wird in 3 Bewertungsgruppen eingeteilt (1=70-80%, 2=80-90% und 3=>90% Gesamtdeckung).
Ertragsanteil Ampfer und Giftpflanzen
Hier wird der Ertragsanteil unerwünschter Pflanzen (z.B. von Stumpfblättrigem Ampfer, Herbst-Zeitlosen oder Jakobs-Greiskraut) mit einem dreiteiligen Schlüssel (>10%, 3-10% und <3%) geschätzt.
Wüchsigkeit und Futterertrag: Neben den Boniturkriterien wird auch die Wüchsigkeit erfasst und somit indirekt der Futterertrag der Flächen und auf einer fünfteiligen Skala mit Jahresmengen < 40 bis > 70 dt/ha geschätzt (1=<30dt/ha: Magerrasen - sehr magere Magerwiesen bis 5=>60dt/ha: mastige Fettwiesen).
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Wiesenmeisterschaften in Baden-Württemberg |